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Various & Gould

‘Face Time’

Siebdruck Unikat

Limitierte Edition handgemalter Siebdruck-Variationen

Anlässlich der Fertigstellung ihres ersten Wandbildes in Berlin, veröffentlichen Various & Gould eine exklusive Siebdruck-Edition in Zusammenarbeit mit der Urbanshit Gallery.

Auflage: 24
Größe: 40 x 50 cm

Medium: Einfarbiger Siebdruck auf individuellen, mehrfarbigen Untermalungen. Acryl auf hochwertigem Hahnemühle 230 gr Büttenpapier.

Jedes Exemplar ist ein Unikat: handgemalt, handgedruckt, handsigniert von den Künstlern und mit Prägung.

Jeder Druck wird mit einem Echtheitszertifikat geliefert, welches von den Künstlern und Galeristen unterschrieben ist. Das Zertifikat bestätigt die Echtheit und die garantierte limitierte Auflage der Druckserie. Zusätzlich gibt es zu jeder Bestellung ein Paar Baumwollhandschuhe dazu. Der Kunstdruck ist ungerahmt.

Die Künstler: Auf meist spielerische Weise nehmen Various & Gould relevante Themen wie zum Beispiel Arbeit, Migration, (sexuelle) Identität, Tod, Religion oder die Finanzkrise in Angriff. Ihre Werke sind beeinflusst von (politischer) Plakatgrafik, Dada und Pop Art. Sie zeichnen sich oft durch eine starke Farbigkeit und eine vieldeutige Verknüpfung von Symbolen, Assoziationen und Klischees aus.

126,05 €inkl. MwSt.
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AUSVERKAUFT

Kategorie: .

Various & Gould

Seit 2005 arbeitet das Berliner Künstlerduo Various & Gould eng zusammen. Die beiden haben an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee (KHB) studiert und jeweils im Jahr 2010 ihr Diplom bei Professor Alex Jordan (Grafikerkollektiv Grapus) gemacht.

Various & Gould stehen für die simple aber wirkungsvolle Formel: 1+1=3. Sie erfinden sich in jedem Projekt neu und sind oft Grenzgänger auf verschiedenen Gebieten.

Gemeinsame Interessen wie die Liebe für Papier, die Begeisterung für zufällige Schönheit im Alltag und vor allem die Arbeit im öffentlichen Raum, bilden die Grundlage für ihre Kollaboration. Siebdruck und Collage sind ihre Spezialität.

Auf meist spielerische Weise nehmen Various & Gould relevante Themen wie zum Beispiel Arbeit, Migration, (sexuelle) Identität, Tod, Religion oder die Finanzkrise in Angriff. Ihre Werke sind beeinflusst von (politischer) Plakatgrafik, Dada und Pop Art. Sie zeichnen sich oft durch eine starke Farbigkeit und eine vieldeutige Verknüpfung von Symbolen, Assoziationen und Klischees aus.

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Das Künstlerduo Various & Gould

Interview

Wer und was verbirgt sich hinter dem Künstlerduo Various & Gould?

Gould: Wir haben uns vor zehn Jahren an der Kunsthochschule getroffen und angefangen, gemeinsame Werke zu schaffen. Wir leben und lieben in Berlin.
Various: Und zum Stichwort Verbergen: Wie so manch andere Künstlerinnen und Künstler zeigen wir unsere Gesichter nicht in den Medien. Uns geht es dabei aber nicht so sehr um das Verbergen an sich, als viel mehr um das, was stattdessen zu sehen ist: Unsere Ideen, unsere Kunst.

Various & Gould stehen für die simple aber wirkungsvolle Formel: 1+1=3. Ist das Infragestellen von gesellschaftlichen Normen und Mustern ein prinzipieller Bestandteil eurer Arbeit?

Various: Witzig, bei der Formel dachten wir eher an unsere Zusammenarbeit als Künstlerduo, also dass wir gemeinsam zu Ergebnissen kommen, die wir einzeln nicht erreicht hätten. Aber klar, man kann es auch als das Infragestellen einer Konvention verstehen! Und, haha, Mathe war noch nie meine Stärke!

Gould: So gesehen sind in unseren Werken auf jeden Fall mehr Fragezeichen als Ausrufezeichen enthalten. Aber wir machen das nicht aus Prinzip, sondern schlichtweg, weil wir bei vielen Themen mehr Fragen als Antworten haben.
Various: Und noch mal allgemein und losgelöst von unserer Kunst: Es ist natürlich wichtig, gesellschaftliche Normen und fremde und eigene Standpunkte in Frage zu stellen. Man muss ja nur mal zurückblicken, was alles in der Vergangenheit alles als Norm galt, und wie froh wir seien können, dass manche Menschen mutig genug waren, daran zu rütteln!

Euer gemeinsames Interesse und die Liebe zum bedruckten Papier sind nicht zu übersehen. Von welchen Kunstströmungen ist euer Arbeiten beeinflusst?

Gould: Wir arbeiten ja häufig mit Collagen und Siebdruck. Ganz grundsätzlich haben uns hierbei auf jeden Fall Dada, Kubismus, Pop Art und Plakatgraphik beeinflusst.

Various: Und ansonsten zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedliche Künstlerinnen und Künstler. In letzter Zeit haben uns Ausstellungen von Louise Bourgeois, Jean Tinguely, Gert & Uwe Tobias und Jérôme Zonder beeindruckt.

Das Wandbild "Facetime" in Berlin in der Entstehung

Das 350 Quadratmeter große Wandbild „Facetime“ in Berlin bei der Entstehung (2015)

Ihr arbeitet seit 2005 als Künstlerduo eng zusammen. Was macht Various und was macht Gould, wenn sie gerade nicht zusammen als Various & Gould künstlerisch aktiv sind?


Gould: Hmm, schlafen oder essen.
Various: Es mag pathetisch klingen, aber Kunst ist unser Leben!

Mit „Face Time“ arbeitet ihr seit Ende 2014 an einer neuen Serie. Was ist die künstlerische Idee hinter der neuen Serie?
Various: Bei „Face Time“ geht es vor allem darum, Vielfalt zu zelebrieren und gängige Schönheitsideale in Frage zu stellen.

Gould: Unsere erste Arbeitsserie waren ja die Identikit-Montagen. Jetzt widmen wir uns mit „Face Time“ wieder Patchwork-Identitäten in Form von collagierten Gesichtern. Aber diesmal ist es formal weniger streng, sondern viel organischer. Wir haben einfach auch viel Spass an diesen Gesichtern.

Various: Und ähnlich wie bei unserer Rabotniki-Serie geht es uns nicht darum, bestimmte Leute zu porträtieren, sondern eher einen Charakter zu kreieren, der nicht einfach hübsch ist, sondern etwas zu erzählen hat. Es sind Menschen, wie wir sie uns vorstellen. Und obwohl sie völlig fiktiv sind, wirken sie auf uns echter als manch andere Gesichter, die uns ständig in den Medien begegnen!

Gould: Jetzt fragen uns die Leute beim Wandbild zum Beispiel, wie denn der Mann heiße? Er sähe ja fast aus wie der junge Obama. Und wir haben gar keinen Namen, weil sich das Gesicht aus zwanzig Gesichtern zusammensetzt. Und wir würden noch nicht einmal sagen, dass es sich unbedingt um einen Mann handelt, da die einzelnen Gesichtsteile schließlich aus vielen Menschen unterschiedlichen Geschlechts zusammengeführt sind.

Ihr habt gerade das 350 m2 große Fassadenbild „Face Time“ in Berlin fertiggestellt. Wie kam es zu dem Projekt?

Gould: Wie so oft war viel Zufall mit im Spiel. Ein Architekturbüro hat uns über einen gemeinsamen Bekannten kontaktiert. Die Architekten hatten einfach die Idee, dass die Seitenwand eines gerade gebauten Hauses bemalt werden sollte. Wir haben ihnen Entwürfe aus unserer „Face Time“ Reihe vorgeschlagen. Sie sind direkt darauf angesprungen, und dann ging alles ganz schnell. Uns haben sogar Leute aus dem Architekturbüro beim Malen geholfen!

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Limitierte „Facetime“ Edition mit 24 verschiedenen handuntermalten Siebdruck-Variationen

Jeder Siebdruck der Edition „Face Time“ ist handgemalt und somit ein Unikat. Wie sind die Variationen entstanden?


Various: Ja, genau, von der Untermalung her ist kein Druck wie der andere. Es gibt auch keine feste Farbskala. Wir haben kurz vor der Arbeit an unserem Mural knapp eine Woche lang im Studio gesessen und einfach nur Flächen auf die Blätter gemalt.

Gould: Das geht weniger schnell als man denken würde. Man mischt nach und nach Farben an und komponiert ihre Verteilung auf dem Blatt. Wo braucht es Kontrast, wo braucht es Ausgleich? Sind hier zu viele Blautöne? Passt dort eher ein mittleres Rot oder doch eher ein helles Petrol? Das hat viel mit Rhythmus zu tun.

Various: Im Anschluss an unser Mural haben wir uns wieder zurück an die Blätter begeben, haben noch ein paar farbliche Akzente gesetzt und zum Schluss die Rasterpunkte draufgedruckt. Da wird es dann noch mal echt spannend! Wenn man da nämlich beim Siebdrucken nicht gut aufpasst, kann so ein lange bemaltes Blatt innerhalb eines kurzen Moments hinüber sein!

Gould: Witzigerweise waren wir auch beim Wandbild an genau diesem Punkt nervös, als wir angefangen haben, das Raster über die Farbflächen zu setzen. Aber hey, das passt. Das Fassadenbild und die Drucke sind fast auf die gleiche Weise entstanden!
Various: Haha! Unser Mural ist also wie ein riesiger Siebdruck!

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Die limitierte „Facetime“ Edition bei der Entstehung im Studio von Various & Gould in Berlin

Wo geht die Reise hin und was erwartet uns in Zukunft von Various & Gould?


Various: Da sind wir selber gespannt!
Gould: Wir haben irgendwie immer mehr Ideen als Zeit, sie dann auch wirklich umzusetzen.

Vielen Dank für das Interview!

Website von Various & Gould
Facebookseite von Various & Gould