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Plotbot KEN

Nuclear Winter

Siebdruck Unikat

Auflage: 30 Stück
Größe: circa 40 x 60 cm

Medium: Fünffarbiger Siebdruck, in Handarbeit durch den Künstler veredelt (verschiedene Farben). Jeder Druck ist ein Unikat, gedruckt auf einem alten original Schaltplan (jeder Plan ist unterschiedlich).

Nummeriert und handsigniert vom Künstler.

Jeder Druck wird mit einem Echtheitszertifikat geliefert, welches vom Künstler und Galeristen unterschrieben ist. Das Zertifikat bestätigt die Echtheit und die garantierte limitierte Auflage der Druckserie. Zusätzlich gibt es zu jeder Bestellung ein Paar Baumwollhandschuhe dazu. Der Kunstdruck ist ungerahmt.

Der Künstler: Die Motive des Künstlers Plotbot KEN bewegen sich in einer Welt aus Science Fiction, Dark-Age-Szenarien und gesellschaftlicher Realität. Die Motive entstehen durch die Inspiration der Kulisse verlassener Orte und Gebäude, alten Industriegeländen und Brachflächen, als gesellschaftliche Zeugnisse ihrer Zeit. Plotbot KEN gehört zu den nennenswertesten jungen Urban Art Künstlern des Landes.

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zzgl. Versandkosten

AUSVERKAUFT

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Plotbot KEN (DE)

Die Motive des Künstlers Plotbot KEN bewegen sich in einer Welt aus Science Fiction und Dark-Age-Szenarien, inspiriert durch die Kulisse der Orte ihrer Entstehung in verlassenen Gebäuden, sowie auf alten Industriegeländen und Brachflächen. Plotbot Ken gehört zu den nennenswertesten jungen Urban Art Künstlern Deutschlands.

 

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Portrait des Künstlers (Foto: Karl Kratz / 2014)

INTERVIEW

Seit wann bist du künstlerisch aktiv?

 

Seit ich zurückdenken kann. Schon früher war meine Faszination für Musik, grafische Gestaltung, Fotografie und Graffiti sehr groß. Meiner Meinung nach muss man sich aber auf ein Thema konzentrieren und diese Schiene auch fahren.

 

Hast du die Kunst oder die Kunst dich gefunden?

 

Wahrscheinlich ist beides richtig.

 

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Plotbot KEN / „Havoc“ / 2014

Jeder Druck ist ein Unikat, da er auf einem original Dokument gedruckt ist, das eine eigene Geschichte erzählt. Woher stammen die alten Pläne?

 

Aus verlassenen Fabrikanlagen der Volkseigenen Betriebe (VEB); eine Rechtsform der Industrie- und Dienstleistungsbetriebe in der sowjetischen Besatzungszone und der ehemaligen DDR. Es sind Grundrisszeichungen und weitere technische Zeichnungen.

 

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Plotbot KEN / “Dark Paths” Siebdruck Unikate / Auflage von 33 / 42 x 59,4 cm

Die limitierte Edition ist im Galerie-Shop erhältlich

 

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Plotbot Ken / „David VS Goliath“ / Acrylic, Ink On Paper / 2015

Deine Arbeiten im öffentlichen Raum sind immer perfekt in die Kulisse von verlassenen Gebäuden, alten Industriegeländen und Brachflächen eingebettet. Was reizt dich an diesen Orten?

 

Angefangen hat diese Begeisterung auf der alten Abhörstation „Teufelsberg“ in Berlin. Eine gigantische Radaranlage von den Geheimdiensten der westlichen Besatzungsmächte aus dem Kalten Krieg. Abgehört wird dort schon länger nicht mehr und der Ort dient jetzt kulturellen Zwecken. Dort fand im Sommer 2012 das Kunstevent „Artbase“ statt und wir waren schon seit ein paar Tagen dabei die freigegeben Außenflächen zu bemalen. Eine fünf Meter hohe Fassade, das Wachhaus am Eingangstor und zuletzt einvöllig ausgebranntes Gebäude, versteckt, abseits vom eigentlichen Festivalbereich. Es befanden sich nur vereinzelt Graffiti an den Wänden, der hintere Teil war völlig unberührt. Die totale Verwüstung. Die Wände aus Metall waren völlig verostet und hatten außergewöhnliche Strukturen. Da es nicht zum Festival gehörte, bekamen es natürlich auch weniger Leute zu sehen. Die Ästhetik des Momentes wurde aber zum Glück auf Fotos festgehalten.

 

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Plotbot KEN / verlassene Abhörstation Berliner Teufelsberg / 2012 (Foto: Petra Patzwaldt)

Auch heute male ich vorwiegend in verlassenen Fabrikanlagen, Bunkeranlagen oder relativ schlecht zugänglichen Orten. Der richtige Hintergrund ist sehr wichtig und entscheidend, vor allem für die Wahl des Motives.

 

In einem verlassenen Schlachthof habe ich zum Beispiel ein fünf Meter großes Wandbild von einem viktorianischen Pest-Doktor gemalt. Aasgeier um ihn herum warten bereits geduldig auf ihren Teil des Abkommens. Die Präsenz des Pest-Doktor zog sich noch mehrere Meter über den Boden, bis in die einzelnen Kammern der Arkaden. Die Halle war der letzte Teil eines verlassenen Schlachthofes, der zu seiner Zeit als einer der größten Europas galt. Ein Gebäude dass aus einem durchgezogenen Korridor mit unzähligen Arkaden bestand, diente dazu die Därme für die Weiterverarbeitung zu trocknen. Das leerstehende Gebäude nebenan war eine Lederfabrik. Getreu dem Motto „nothing goes to waste“ wurden an diesem Ort über ein Jahrhundert lang die Ausbeute der industriellen Massentierhaltung geschlachtet und weiterverarbeitet.

 

Plotbot KEN / „Pest-Doktor“ / Verlassener Schlachthof

Deine Arbeiten bewegen sich in einer faszinierenden Welt aus Dark-Age-Szenarien und Katastrophen-Filmen. Wie entstehen deine Motive?

 

Es sind Spiegelbilder unserer Zeit. Unser ständiges Verlangen nach Energie, die globale Industralisierung und die sich daraus ergebenden Konflikte um Macht und Ressourcen. Szenen aus Ländern wo der Krieg schon längst zum Alltag geworden ist. Die kontinuierliche Verschmutzung der Umwelt und die bereits auftretenden Auswirkungen auf Mensch und Tier. Phänomene wie Saatgutveränderung, Massentierhaltung und Wettermanipulation unterstreichen dieses düstere Zukunftsbild. Wenn es darum geht Hunger, Armut und Bedarf zu stillen, fehlen meist Geld- und Forschungsmittel. Auf der anderen Seite scheint es einen unbegrenzten Reichtum zu geben, wenn es um Kernwaffenforschung oder sonstige Finanzierung von Kriegsmitteln geht.

 

Das globale Wettrüsten scheint wie ein unermüdlicher Nachbarschaftskrieg der nun seine Kollateralschäden trägt. Alleine auf einem Gebiet in der Nähe der Arktis befinden sich auf dem Meeresgrund drei gesunkene Atom-U-Boote, 17.000 Container mit Atommüll, 19 Atommüllfrachter und 14 Reaktoren der russischen Nordmeerflotte. Genau wie bei den Unglücken in Tschernobyl und Fukushima droht auch hier mit dem Einbruch von Meerwasser, eine Explosion des Reaktors und somit eine massive Verseuchung der Fischgründe und Natur. Wie man bei der Bergung der „K-141 Kursk“ gesehen hat, ist es also technisch möglich diese U-Boote zu heben. Der hauptsächliche Beweggrund für diese Bergung war jedoch vor allem wohl die Schuldzuweisung, nur sekundär gibt es darum, der Umwelt einen Gefallen zu tun.

 

Darauf möchte ich mit meiner Kunst reagieren und ein Zeichen setzen.

 

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Plotbot KEN / Ohne Titel / 2014

Plotbot Ken / "Wasteland Microcosm" / 2014 (Foto: Mathias Mahling)

Plotbot KEN / „Wasteland Microcosm“ / 2014 (Foto: Mathias Mahling)

AUSGEWÄHLTE AUSSTELLUNGEN

 

2010 Le Grande Finale / ATM Gallery, Berlin (Group Show)
2010 ARTAQ – 1st Urban Art Awards Festival / Stattbad Wedding, Berlin
2011 Hatch & Superplan presents: Oversized & Underpriced Round 3 / Superplan, Berlin
2012 TACHELES BIENNALE 2012 / Kunsthaus Tacheles, Berlin
2012 Artbase 2012, Berlin 2012 Stroke Artfair 12 / Postbahnhof, Berlin
2013 Solo Show Xlab Corrosive Art / Farm, Berlin
2013 Art on Snow, Bad Gastein
2013 Kissed by A.MUSE (Artweek), Berlin
2014 Project M/3 2014, Urban Nation, Berlin
2014 Ink and Ride / Museum der Arbeit, Hamburg

 

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Plotbot KEN / „Macondo“ / Marker, Ink On Cardboard / 2014

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Plotbot KEN / „Zombeefied“ / Marker, Ink On Envelope /2014

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Titelbild: Plotbot KEN / “The Laboratory“ / 2014 / Foto: Mathias Mahling